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Alegría
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(dt.: Freude, Fröhlichkeit), Cante aus Cadíz
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baile
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dt.: Tanz; Interpretation des Gesanges; Ihm ordnet sich die Instrumentalbegleitung unter.
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Cajon
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(dt.: Kiste, Schublade), Das Cajón, die erste Wahl unter den rhythmischen Begleitinstrumenten, entstand Mitte des 19. Jhd. aus einer Bananenkiste. Auf dieser trommelten die Sklaven Brasiliens heimlich. Ihnen war das Trommelspiel sowie die Verbreitung ihrer afrikanischen Kultur untersagt. Letztendlich beschlagnahmte man ihre Instrumente, denn die herrschende spanische Kolonialmacht erkannte, daß man mittels Trommeln kommunizieren und für sie gefährliche Gemeinschaften bilden konnte. Die Sklaven spielten infolgedessen auf Gebrauchsgegenständen, wie Stühlen, Tischen und Bananenkisten. Das Cajón ähnelt einer Kiste. In der hinterer Wand befindet sich das Schalloch. Man fertigt die Instrumente aus Buchenholz. Mitunter wird für die vordere Platte, Walnußholz verwendet. Im Inneren ist eine Gitarrensaite mit einem Glöckchen gespannt. Seinen schnarrenden Ton erzeugt das Instrument durch die am oberen Rand lose verschraubte, vordere Platte, die im Bereich der Verschraubung leicht gewellt ist. Während des Spiels sitzt der Cajónist auf seinem Instrument und schlägt mit den Händen auf die Schlagfläche. In der Mitte erklingt ein Basston, am oberen Rand ein hoher Ton.
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Caņa
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Ein aus Bambusrohr gefertigter Stock zur rhythmischen Begleitung von Tanz und Gesang.
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cante
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dt.: Gesang; Ihm ordnen sich Tanz und Instrumental- begleitung unter.
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compás
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dt.: Takt
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displante
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Rhythmischer Einschub, der eine Verszeile oder einen Letra abschließt bzw. einleitet, ist kürzer als eine Llamada umfaßt,z. B. bei den Cantes mit 12er Rhythmus,den 2. Teil des Taktes.
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escobilla
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stammt vom span.: la escoba (dt.: Besen); Escobilla, Bezeichnung für einen umfangreichen Fußteil,z. B. in der Alegrías; Vermutlich wurde der Begriff vom Wort Besen abgeleitet, weil die Anfangskombinationen der Escobilla sich meistens von rechts nach links und umgekehrt gesetzt werden, also zwischen den Raumpunkten 2 und 3 (nach Royal Academy of Dance) pendeln. Eine andere Erklärung bieten die wischenden Spielbeinbewegungen des Tänzers.
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Fächer
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span.: abanico; Der Fächer ist zum einen nonverbales Kommunikationsmittel, zum anderen dient er zum Erfrischen bei Hitze und als Accessoire. Früher teilte seine Handhabung, verbunden mit entsprechender Gestik und Mimik, versteckte Leidenschaften mit. Für den Tanz " Guajiras" ist er das Requisit erster Wahl. Die mit Stoff bespannten Streben zeigen zum Körper. Der Stoff, mitunter bemalt und das Gesicht genannt, zeigt zum Publikum, so daß Tänzerin und Publikum die Schönheit teilen.
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Fußteil
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Die kürzere Version wird als Zapateados und die längere als Escobilla bezeichnet. Mit dem rhythmischen Stampfen präsentiert sich der Tänzer und steht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von Sänger und Instrumentalist. Ein Fußteil kann einen Letra einleiten und ihn abschließen. Er bildet das musikalische Finale.
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gitano/-a
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dt.: Zigeuner/-in
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golpe
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Schlag mit der ganzen Fußsohle
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Hut
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span.: sombrero; Man unterscheidet zwischen dem Spazier - und dem Reiterhut. Der flachere Reiterhut bietet einen geringeren Luftwiderstand. Er ist Requisit oder Kostümteil in den Tänzen Garrotin und Farrucca.
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jaleo
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span.: Aufruhr; Die Zwischenrufe der Begeisterung durch Musiker, Tänzer und Publikum werden als Jaleos bezeichnet. Man teilt seine Begeisterung unmittelbar mit, unterstützt, motiviert oder feuert damit den Interpreten an. Der Vortrag darf nicht mit Jaleos überschrien werden. Gute Jaleos kommen tief von innen heraus, entsprechen dem momentanen Gefühl, sind dezent platziert und erscheinen als rhythmische Ergänzung. "Ein Jaleo überfällt einen wie eine unerwartete Liebeserklärung oder wie die innige Umarmung, nach der man sich sehnt. Es ist ein Lob, ein riesiges Kompliment, das einen antreibt und niemals zu verwechseln mit plumper Anmache." AnyaMan hört unter anderem: Muy bien! (Sehr gut!); Anda! (Na, komm schon!); Hacá! (Danke Deiner Schönheit bzw. Deinem wunderbaren Körper!) Olé (Bravo!) Me gusta (Das gefällt mir!); Aire (wortwörtlich: Luft; übertragen: Du bist so frei! Oder: Du läßt meiner Phantasie freien Lauf!); Mas rapida! (Schneller!); Estó es! (Das ist es!); Viva la madre que te partió! (Es lebe die Mutter, die Dich geboren hat!) und nicht zu vergessen: der Name des Interpreten.
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Kastagnette
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span.: castaņuela; Eine weibliche und eine männliche Kastagnette bilden ein Paar. Die weibliche klingt höher als die männliche, hat zwischen den Ohren eine Einkerbung und wird mit der rechten Hand gespielt. Teile der Kastagnette sind:- Herz: der Hohlraum- Muschel: der Hohlraum und der äußere runde Teil- Ohren: der obere Teil mit den 2 Löchern, durch welche der Faden gezogen wird- Brücke: der schmalste Teil der Kastagnette. Er verbindet die Muschel mit den Ohren.- Punkt: die Stelle, an der beide unteren Enden der Muscheln aufeinandertreffen. Insbesondere von diesem Punkt hängt die Klangqualität des Instrumentes ab.- Lippe: der schmale Streifen zwischen dem Kreis, der das Herz vom Muschelrand trennt. Manche Kastagnetten weisen an der Außenseite eine verzierte Lippe in Form eines Schildes auf.
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letra
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span.: Strophe; jeder Cante besteht aus mehreren Strophen, deren Inhalt sich nicht zwangsläufig aufeinander bezieht.
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llamada
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Das Wort stammt von llamadar (dt.: rufen). Eine Llamada ist vergleichbar mit einem Schlagzeugsolo im Jazz. Die Llamada leitet einen Letra ein oder schließt ihn ab.
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palma
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dt.: Handfläche; das rhythmische Begleiten durch Klatschen, Man unterscheidet sorda (dt.: dumpf) und clara (dt.: hell). Für die Sordas werden die Hände so gegeneinandergeschlagen, daß ein Hohlraum entsteht. Mit ihnen wird der Gesang begleitet. Für die Claras schlagen gespannter Zeige-,Mittel- und Ringfinger in die flache Hand. Mit ihnen begleitet man Llamada, Zapateado, Escobilla.
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payo
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dt.: Nicht-Zigeuner/-in (von Zigeunern als Schimpfwort verwendet)
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pinto
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dt.: Fingerschnipsen, dezente rhythmische Begleitung durch den Tänzer
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planta
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dt.: Fußsohle; Schlag mit dem Ballen
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Schuh
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span.: zapato; Schuhe sind aus Rauh- oder Glattleder gefertigt, an Spitze und Absätzen mit Nägeln beschlagen sowie im Zehenbereich durch eine Kappe verstärkt. Man unterscheidet zwischen Anfänger-, semi-professionellem und professionellem Schuh. Die Sohle unter dem Ballen ist beim Anfängerschuh weicher gefertigt als beim semi-profesionellen und professionellen. Der professionelle Schuh besitzt eine genähte Sohle, die dem Schuh eine größere Stabilität und damit längere Lebensdauer verleiht. Man unterscheidet folgende Schläge zur Tonerzeugung: golpe, planta, tacon und punta.Hinweise zum Kauf: Die Schuhe müssen bei der ersten Anprobe fest sitzen. Selbst für Anfänger, insofern sie nicht mehr wachsen, sind wegen der besseren Klangqualität semi-professionelle Schuhe empfehlenswert. In guten Geschäften liegt eine Tanzplatte aus. Diese unbedingt probieren! Bekannte Schuhmarken sind Gallardo, Menkes, Coral, Don Piél, Mayo. Verschiedene Marken klingen unterschiedlich. Jeder Tänzer bevorzugt ein anderes Fabrikat. Man braucht Erfahrung, um sein bestes Instrument zu finden! Außerdem vor dem Kauf dem Schuh, in der Hand haltend, auf die Sohle klopfen und prüfen, ob das schon einen satten Ton erzeugt.
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silencio
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(dt.: Stille, Ruhe, Schweigen); Der Teil eines Tanzes, in dem sich der Gitarrist sein Können präsentiert. Jegliche rhythmische Begleitung entfällt. Der Tänzer interpretiert die feine - ruhige- Gitarrenmelodie mit weichen Bewegungen. Ein Silencio ist fester Bestandteil einer Alegrías.
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Stock
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span.: bastón; wird zur rhythmischen Begleitung des Tanzes verwendet, vorzugsweise von Lehrern, um den Compás vorzugeben
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tacón
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span.: Absatz; Schlag mit dem Absatz des Stand- oder Spielbeines
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Tuch
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Span.: mantón; Die ersten bestickten Tücher kamen aus China. Die Andalusier ersetzten die chinesischen Drachen- und Pagodenmotive durch Nelken- und Rosenstickereien. Tücher, bestickt und unbestickt, dienen den Tänzern als Requisit und um die Hüften oder Schultern gebunden als Kostümteil.
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zapateado
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Stammt vom span.: zapato (dt.: Schuh); kurzer Fußteil, z. B. im Tangos
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Zierkamm
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span.: peineta; Mit dem schmückenden Haarkamm wird der Spitzenschleier gehalten und gehoben, so daß er das Gesicht der Trägerin betont und ihm schmeichelt. Man erkennt die Mutter des Bräutigams trägt während der Hochzeit am großen Zierkamm mit schwarzem Schleier.Kleine Kämme trägt man ohne Schleier zum Zigeunerkostüm..
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